Nina Hagen im Interview
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Unter dem Titel „Volksbeat“ hat Nina Hagen Ende 2011 eine neue Platte herausgebracht, mit der sie am 24. März im Haus Auensee die Leipziger mit deutschen Songs, Lagerfeuerromantik und Geschwisterküssen auf die Reformation einstimmen will. Gegenüber hallo! verriet sie auch, was ihrer Meinung nach in Deutschland schief läuft.
Viele Künstler werden mit den Jahren ruhiger. Wie sieht das bei Ihnen aus?
Ich denke, jeder Mensch, jedes Kind, jeder Lehrer, Bäcker, Maschinenbauer, Biobaue, Milchbauer... Künstler... ist Individuum, unvergleichlich und unvergleichbar. So sind wir Menschen nun mal, wir sind einzigartige Geschöpfe eines einzigartigen Gottes! toll wa ?!! Selbst Zwillinge, auch wenn sie gleich aussehen, sind sie doch zwei verschiedene Einzelartigkeiten! Und ich, ich bin schon lange ein tief in mir ruhender Mensch, denn nur aus dieser Ruhe kommt die Kraft, mit der ich meine Musik mache, meine Songs schreibe, meine sozialen Projekte unterstütze, Konzerte in aller Welt .... ich mach das alles ganz in Ruhe!
Sie singen wieder viel auf deutsch, warum?
Ich singe schon immer auf deutsch, auch in unseren Konzerten in den USA, Frankreich, Spanien, Portugal, Italy, die Leute hören gerne Rocksongs auf deutsch von mir, nicht nur in Deutschland.
Ich habe auch viele Songs in zwei Versionen geschrieben und recorded, habe öfters dieselbe Platte – einmal auf deutsch und auch auf englisch produziert,
In den 80er Jahren gab es Nina Hagen in Exstase und in Exstacy ... und es gab auch „Angstlos“ und „Fearless“, 1984 von Georgio Moroder produziert.
Und jetzt hab ich mich so gefreut, dass meine Plattenfirma wieder eine deutschsprachige CD mit mir machen wollte...
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Nina Hagen ließ es in den 70ern in Leipzig krachen. Jetzt ist sie wieder da.
hallo! Foto: FF
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Wenn Sie Ihre Songs schreiben, an wen oder an was denken Sie da?
Also ... ich spiele die Musik und fühle den Groove, den Rhythmus und die Worte kommen wie ein Fluss angeflossen und in diesem Sinne, hab ich das Lieder schreiben und das Worte-Reimen immer sehr genossen !
Man ist so beseelt von guten Mächten beim Musik machen, beim Singen, da lässt man es dann auch so richtig krachen und schwingen ... es ist ein wunderschönes Gefühl der Freiheit – mit Musik die Stimme des Herzens tanzen zu lassen!
Warum kann man mit Musik die Welt retten?
Ich bin der Meinung, die Welt ist bereits durch Musik gerettet, denn seit und solange es Menschen gibt, gibts Musik!! Nur hat der Widersacher Gottes seine Massenvernichtungsarsenale noch nicht eingestampft und denkt nur an eins – an Mord und Krieg!
Was stört Sie an Deutschland?
Schalten Sie mal ihren Flach- und Lachbildfernseher an, und schauen sie sich Sendungen an wie „FAKT“, „MONiTOR“, „FRONTAL 21“, „SPiEGEL TV“ etc. – peng peng ... und dann wissen Sie, was nicht nur mich, sondern ganz offensichtlich auch die Journalisten, die das recherchiert und verkündet haben und viele Menschen an und in Deutschland stört. Nur, leider Gottes, verändern sich die im TV angeprangerten Missstände nicht. Die Journalisten machen quasi eine gute politische Vorarbeit und unsere Regierung müsste eigentlich prompt reagieren. Und das stört mich am Meisten. Dass wir alle sehr wohl und gut informiert sind, aber dass wir eine Art Ohnmachtsdasein führen. Wir sind irgendwie mehr oder weniger in diesem komatösen Zustand gefangen. Das stört mich. Ich könnte jetzt bis zu meinem letzten Atemzug weiter aufzählen, was mich an und in Deutschland stört und was reformiert gehört. Besuchen Sie doch einfach mal mein facebook. www.facebook.com/NinaHagen .... da wird man bestimmt fündig .... was Störfaktoren und Verbesserungsvorschläge anbelangt ...
Was lieben Sie an Deutschland?
Ich freue mich über die lieben Menschen, die meine Freunde sind in Deutschland, mit denen ich Musik machen darf und ich liebe meine Freunde, mit denen ich in so wunderbaren Menschenrechtsorganisationen, Kinderhilfswerken, Netzwerken und Vereinen für mehr Gerechtigkeit unterwegs bin, z.B. als Ehrenmitglied beim Contergan-Netzwerk e.V. ! www.contergannetzwerk.de. Und Ich freue mich über die Zusammenarbeit mit meinem lieben Taufpastor Karl Ter Horst und unsere Gemeinschaftsprojekte: z.B. „Vorboten der Zukunft - Wie wir die Welt verbessern“: http://www.amazon.de/Vorboten-Zukunft-verbessern-einem-Geleitwort/dp/3880951950
Sollten Jugendliche wieder mehr auf die Straße gehen und gehen Ungerechtigkeiten demonstrieren?
Gemeinsam auf die Strasse gehen, bei gut organisierten Demos und Festivals mitmachen, ja klar, und das regelmäßig. Für eine Demokratie-Reform! Wie bei den Montagsdemos in der Ex-DDR, da standen die Kirchentüren weit offen für Alle, die an wahre Freiheit und Gerechtigkeit glaubten und sich dafür einsetzten,
und das Volk hat sich in den Kirchen versammelt und gemeinsame Pläne geschmiedet, aber ob es so einen solidarischen und friedlichen Zusammenhalt jemals wieder geben könnte in Deutschland ..... ich weiß es nicht.
Es wäre Deutschland mehr als zu wünschen, wieder weg von Überregulierung und Nahrungs-Homogenisierungs-Massen-Industrie-Wahn, wieder hin zu mehr Bauernhöfen und Verwirklichung von Bürger-Initiativen auch durch Volksentscheide. http://www.derwesten.de/nachrichten/verfassungsrichter-huber-fordert-bundesweite-volksentscheide-id6179128.html ...
Warum ist Ihr Album vergleichsweise ernst?
Weil ich ein tief-ernster deutscher Dichter, Sänger und Denker bin,
aber so tief wie mein Ernst auch ist, mein Humor, der geht sogar noch tiefer!
Und mein Glauben an das Gute, der wächst immer höher!
Wie Ranken ohne Schranken ....
Beschreiben Sie bitte möglichst mit wenigen Schlagworten Ihr Album.
Nina Hagen lädt zum Lagerfeuer ein .... an einen wunderschönen, riesigen Strand .... um anschließend Reformations-Pläne zu besprechen und Geschwisterküsse auszutauschen ...
Sie kommen im März nach Leipzig. Was fällt Ihnen zu dieser Stadt ein?
Die schönen gemütlichen alten Hang-Outs, das alte Theater .... wie heisst es gleich .. Schaubühne? Und natürlich: die Leipziger Buchmesse! Da hab ich 2009 mein Buch vorgestellt: http://www.bild.de/regional/leipzig/nina-hagen/punk-ikone-will-auf-leipziger-buchmesse-nur-ueber-gott-reden-11887890.bild.html
Aber zu Leipzig fällt mir auch das schrecklich gruselige Völkerschlachtsdenkmal und die Schreckensherrschaft früherer Herrscher ein – ooch unsa Pinoccio Walter Ulbricht ...
Ich kenne Leipzig ganz gut aus alten DDR-Tagen ... Da wars immer saugemietlich .... und wir habens krachen lassen ... 70iger Rock&Roll in Leip'sch !
Bitte beschreiben Sie unseren Lesern eine Eigenschaft von sich selbst, die nicht schrill oder ausgeflippt ist.
Mein Menschenherz ist geschockt über solche Art von Frage-Stellung, zeigt sie mir doch, dass Du mich nicht so liebst, annehmen kannst und willst, wie ich bin.
Hättest Du Pippi Langstrumpf auch so eine merkwürdige Frage gestellt ?
Bitte erzählen Sie uns kurz ein alltägliches Erlebnis von Ungerechtigkeit, über das sie sich geärgert haben und das Sie evtl. sogar in einem Song verarbeitet haben.
In dem Volksbeat-Song „Keiner von uns ist frei“... da singe ich in einer der Strophen, dass wir Menschen keine Feinde brauchen, nur Freunde und dass die Lobbys aber mit uns Menschen Raubbau betreiben.... Dass wir das ändern wollen, nicht nur bei uns, nee: in allen Ländern, denn unser friedliches Ziel leuchtet so schön und so klar und es heißt Freiheit und Menschenwürde.
Als Unterstützerin und Fördermitglied von der Coordination gegen BAYER-Gefahren unterstütze ich besonders die DUOGYNON-Kampagne mit André Sommer und Rechtsanwalt Joerg Heynemann. Ich war vor einigen Monaten im Gerichtsaal dabei, und habe mich sehr über das ungerechte Urteil geärgert.
Liebe Grüsse und bis ganz bald nach Leipzig von Nina
Interview: st
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Schneekanone für die Weitenjagd
3. Markkleeberger Skispringen an diesem Wochenende
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Das Traumziel ist (vorerst) noch unerreichbare 12,70 Meter weit entfernt. Nach den zwei Skispringen 2010 und 2011 beträgt der Schanzenrekord am Markkleeberger See 8,80 Meter. Frank Warschun sprang ihn bei der Premiere. – 21,50 Meter, also 12,70 Meter weiter als in Markkleeberg, ließ am 31. Januar 1892 der Nordländer Arne Ustvedt am norwegischen Holmenkollen hinter sich. Er wurde bei der weltweit ersten Skisprungmeisterschaft von 12.000 Zuschauern gefeiert. Nur sechs von 189 Männern überstanden die Versuche mit stehender Landung.
Wenn am morgigen Sonntag von 13 bis 16 Uhr die maximal 80 Starterinnen und Starter im Alter von jugendlich bis „methusalemiert“ von der vier Meter hohen Schanze am Kanupark hinunterfliegen, ist ihnen wahrscheinlich der umtosende Jubel von 12.000 Mitfiebernden verwehrt. Doch Hunderte neugierige Augenpaare wie in den Vorjahren sind wahrscheinlich. „Wir haben den Absprungbereich verlängert, so dass wir von Weiten von 10 bis 15 Metern ausgehen“, so Henrik Wahlstadt vom veranstaltenden Sportfreunde Neuseenland e.V. Die Sprungtermine der beiden Vorjahre krankten am milden Wetter und ließen den herangekarrten Schnee wegschmelzen wie die Hoffnungen auf 20-Meter-Sprünge. Doch beim 3. Anlauf ist alles anders.
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Der Schanzenrekord beträgt 8,80 Meter. Henrik Wahlstadt (Foto r.) glaubt ganz sicher an eine Verbesserung.
hallo! Foto: ak/privat, Montage: msc
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Erstmals in der Geschichte der Leipziger Tieflandsbucht kam eine gemietete Schneekanone im Einsatz, die das Sprung-Areal in eine gesicherte weiße Pracht verwandelt hat. Damit Familien mit Kindern doppelt Lust auf einen frostigen Weiße-Pracht-Nachmittag bekommen, ist die Schanze um einige Meter weiter Richtung Modellbaupark mit einem angrenzenden 80-Meter-Rodelhang platziert. 2010 und 2011 betrug das Rodelvergnügen gerade einmal 20 matschige Meter.
Bereits heute ab 15 Uhr können geübte und mutige Zeitgenossen per Ski oder Snowboard auf der Schanze Testsprünge absolvieren. Ab 17 Uhr sollen Partymusik, Lagerfeuer und Schneeballschlacht die morgige Wettkampfstimmung auf Siedepunktgrade anheizen. Wem als Aktiven die 20 Euro Gebühr für Samstagstraining und Sonntagswettkampf zu happig erscheint, sollte vielleicht als Adler starten. Das beste Kostüm wird prämiert – nicht die Haltung ...
Text: ak
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Claudia ist an allem Schuld
Jugendliebe machte Tauchaer Flirtberater erfolgreich
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„Ich war 16 Jahre und verliebt in Claudia. Doch ich schaffte es einfach nicht, sie zu gewinnen. Danach war ich auf der Suche nach dem Grund dafür“, erinnert sich Christian Pörtzel, Flirtberater aus Taucha. Und weil der studierte Diplom-Betriebswirt Pörtzel durchaus einen Hang zum Perfektionismus hat, war diese akribische Suche damals der beste Grundstein für die Aufnahme der Arbeit als Flirtcoach. Der damalige Erfahrungsschatz kommt ihm heute zugute, vor allem wenn es darum geht, „sich in die Gefühle der Klienten hineinzuversetzen“, so Pörtzel.
2008 war der Entschluss klar: Als Flirtcoach wollte er fortan vor allem der Männer- und teilweise auch Frauenwelt unter die Arme greifen. Und weil nur flotte Sprüche keinen beeindrucken, wurde er in der „neurolingualen Programmierung (NLP)“ fündig. Dabei kann u.a. ein Gefühl der Liebe über bestimmte Gesten beim Gegenüber hervorgerufen werden.
Obs funktioniert? Christian Pörtzel ist überzeugt davon.
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Kommt schnell auf den Punkt: Christian Pörtzel.
hallo! Foto: st
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Eine moralische Rechtfertigung braucht er nicht. „Natürlich handelt es sich um eine Manipulation, aber jeder Versuch, einen Menschen bewusst für sich zu gewinnen, ist im weitesten Sinne auch eine Manipulation.“ Doch er weiß auch, dass es mit dieser psychologischen Methode noch nicht getan ist. „Frauen sind eben sehr komplex und Männer sind oft zu dominant oder zu schüchtern. Ich helfe dabei, souveräner und gelassener zu werden“, erzählt er. Dafür verlangt er rund 100 Euro die Stunde. Die Beratung im Internet kostet die Hälfte. Vor allem Männer zahlen gern. Denn Chris-tian Pörtzel spricht sie mit seiner pragmatischen Art an. Einzige Bedingung: Die Kunden müssen Einiges über sich und ihre Gefühle preisgeben. Dann geht es auch schnell in den „Feldversuch“. Unter dem Vorwand der „Marktforschung“ und mit einer Checkliste ausgestattet, verwickelt Christian Pörtzel die Rat suchenden Männer in Situationen mit realen Frauen. „Männer vergessen gern, wie sehr Frauen auf Gepflegtheit achten“, betont hier Christian Pörtzel. Und wie sieht es umgekehrt aus? Wenn Frauen bei Christian Pörtzel einen Rat suchen, war die Lösung bislang schnell gefunden. „Auch wenn Männer das Gegenteil erzählen. Sie gehen in erster Linie nach der Optik“, lächelt der Flirtexperte.
Seine eigenen Erfahrungen, kombiniert mit den Erfahrungen aus den letzten fünf Jahren als Flirtexperte, hat er jetzt übrigens in dem Buch „Liebe erarbeiten“ zusammengefasst. Dort gibt er praktische Tipps zu Themen, wie Frauen zu ticken scheinen und, wie es mit den ersten sexuellen Erfahrungen klappt. „Das Buch hat ganz klar den absoluten Neuling in Sachen Frau als Ziel“, so Pörtzel. Er hat die Liebe seines Lebens übrigens bereits gefunden und mit ihr einen inzwischen 6jährigen Sohn.
+ Kontakt: poertzel@gmx.net
Text: st
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